Ist mehr Spielen die Lösung?

Was geschieht, wenn Manager und Mitarbeiter mit Playmobilfiguren, Schlümpfen oder Lego spielen?

Verschiedene aktuelle Workshopformate basieren darauf, dass die Teilnehmer Spielzeug verwenden, um die Unternehmenskultur zu verändern, Mitarbeiterkommunikation zu verbessern oder Prozessabläufe zu optimieren. Kann das funktionieren?

Die Idee dahinter ist ganz einfach: Mithilfe von Spielzeugfiguren sollen Konflikte im Arbeitsalltag dargestellt und gelöst, Krisensituationen analysiert oder über die zukünftige Unternehmens- oder Abteilungsentwicklung diskutiert werden. Neue Lösungskonzepte sollen entstehen und neue Wege angedacht werden. 

Die so genannte Gamification, also das spielerische Herangehen an Lern- und Entwicklungsprozesse, ist längst auch in der Wissenschaft ein Thema. Studien zeigen, "dass Gamification das Potenzial besitzt, Motivation und Leistung zu fördern", sagt Michael Sailer, der am Lehrstuhl für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitet. Wenn spielerische Elemente eingesetzt würden, könne das "qualitative und quantitative Leistungskennzahlen positiv beeinflussen", so Sailer. 

Grundlegend geht es bei dieser Art von Workshops um die Assoziationen, die durch die Figuren bei den Teilnehmern entstehen und um die Visualisierung von Ideen. Vielen Teilnehmern liegt die spielerische Auseinandersetzung mit Fragestellungen mehr, als abstrakte, methodische Herangehensweisen. Die Figuren sind dabei ein symbolisches Instrument, mit dem sich thematisierte Probleme leichter ansprechen lassen. 

Für manch Außenstehenden wirkt es befremdlich, wenn Erwachsene mit Kinderspielzeug versuchen, Workflows und Arbeitsprozesse abzubilden und durchzuspielen. Und doch scheint mithilfe des Spielzeugs etwas freigesetzt zu werden, das einen neuen Blick auf alte Probleme erlaubt.  

Workshop-Teilnehmer entwickeln beispielsweise unter Verwendung von Spielsteinen Geschäftsstrategien, optimieren die Zusammenarbeit im Team oder analysieren Krisensituationen und erarbeiten passende Lösungskonzepte. Sogar die großen strategischen Fragen - wer sind wir, wer wollen wir sein, wie ändert sich unsere Welt - wurden schon anhand von Schlümpfen, Figuren oder Tieren beleuchtet wobei viel kreativere Ergebnisse entstanden als mit Flipcharts und PowerPoint. 

Warum ist das so? Wenn man intuitiv vorgeht, kommt man zu ganz anderen Ergebnissen als sonst. Das Spielerische scheint Wissen aus dem Unbewussten herauszukitzeln, welches die Mitarbeiter sonst gar nicht abrufen - Bauchgefühl statt Kopfsache. 

In der Praxis kann das so aussehen, dass ein Workshop zum Thema Rollenverständnis mithilfe von Schlümpfen gestaltet wird: Jeder Teilnehmer wählt "seinen" Schlumpf, mit dem er sich am besten identifizieren kann und präsentiert diesen seinen Kollegen. Anschließend setzt er ihn auf einem entsprechend gestalteten Spielfeld an die Position, an der er meint, aktuell im Team zu stehen. Sind alle Schlümpfe positioniert, erfolgt in der nächsten Spielrunde die Aufstellung mit den Wunschpositionen aller Teammitglieder, an denen sie sich in einem Jahr gerne sehen würden. Alleine eine solch vergleichsweise kleine Aktion birgt großes Diskussionspotenzial und wertvolle Anknüpfungspunkte. 

Lassen wir uns also überraschen, inwieweit sich diese Form von Workshops etabliert und ob der spielerische Ansatz letztlich Unternehmensprozesse wirklich nachhaltig beeinflussen kann. Wir lieben es, spielerische Formate für unsere Kunden zu entwerfen. Sie ergänzen unsere Methode " Erfahrungslernen " ideal: selbst erspielt - selbst erfahren - nachhaltig verstanden – langfristig umgesetzt!  

Sie wollen es selbst erleben? Rufen Sie uns an! Inke Scholz Tel. +49(0)8323-965612

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