Raus aus dem Homeoffice – rein ins Team

So langsam zieht wieder Normalität in den Unternehmen ein und damit verändert sich auch die Arbeitsplatzsituation.

Und während sich die obere Führungsebene darauf freut, alle "Schäfchen" wieder beisammenzuhaben, beschleichen manche Mitarbeitenden gemischte Gefühle beim Gedanken an die Rückkehr zum Arbeitsplatz. Denn ganz so einfach wie es klingt, ist es nicht für alle.

 

Was bedeutet der Wiedereinstieg in den Büroalltag?

Nach fast zwei Jahren Homeoffice bedeutet der Wiedereinstieg in den Büroalltag, dass sich die Beschäftigten neu in innerbetriebliche Strukturen einfinden müssen.   

Nach der einen oder anderen Anlaufschwierigkeit im Frühjahr 2020 haben sich viele gut an das Arbeiten im Homeoffice gewöhnt, denn es bietet durchaus Vorteile, wie z.B. den Wegfall langer Anfahrtswege, ablenkungsfreies Arbeiten, mehr Flexibilität, gewisse Freiheiten und damit verbunden häufig eine verbesserte Work-Life-Balance. Und genau das ist der Punkt, denn diese Vorteile rücken erst jetzt, da sie wegfallen, so richtig ins Bewusstsein. Plötzlich verlieren Beschäftigte viel Zeit beim Pendeln mit Bus, Bahn oder Auto und was vorher normal schien, wird jetzt als klarer Nachteil empfunden.

Auch zwischenmenschliche Herausforderungen dürfen nicht unterschätzt werden: Wer lange nicht im Büro war, hat womöglich erst einmal mit einer gewissen "Kontaktfremde" zu kämpfen. Es fängt schon damit an, dass nicht mehr klar ist, wie man sich jetzt eigentlich begrüßt - per Handschlag, Faust oder Ellbogen? Konflikte mit Bürokollegen, die man nun wieder den ganzen Tag um sich hat, können in der direkten Präsenz schneller eskalieren als mit "Sicherheitsabstand".

Die Rückkehr ins Büro hat aber auch viel Positives, auf das wir in langen Homeoffice-Phasen verzichten mussten. So finden spontane Treffen wieder ganz ungezwungen statt, was den Zusammenhalt im Team deutlich verbessert. Der gemeinsame Austausch auf dem Gang und in der Kaffeepause gibt den Mitarbeitenden die Möglichkeit zurück, sich auf persönlicher Ebene auszutauschen und miteinander in Kontakt zu treten. Häufig entstehen gerade bei solch informellen Gelegenheiten die besten Ideen. Und natürlich spielt die Arbeitsplatzergonomie für das Wohlbefinden eine tragende Rolle. Nachdem Arbeitnehmer im Homeoffice teilweise am Küchentisch mit kleinem Laptop gearbeitet haben, sind nun Büroräume mit ergonomischen Schreibtischen und gutem technischem Equipment eine reine Wohltat.

Der größte Gewinn beim Arbeiten im Büro liegt aber tatsächlich darin, wieder gemeinsam im selben Gebäude oder Raum zu sein. Das bestärkt unbestreitbar den Teamspirit, die Kommunikation läuft viel unmittelbarer und das Team kann wesentlich flexibler zusammenarbeiten, wie z. B. bei einer Brainstorming-Session. Gerade beim Onboarding neuer Mitarbeiter*innen und bei der Arbeit mit Azubis ist es besonders entscheidend, vor Ort im Unternehmen zu sein, denn das Wahrnehmen von Bedürfnissen und die Unterstützung durch Führungskräfte kann hier viel besser stattfinden als aus der Distanz.  

Als Fazit kann zusammengefasst werden, dass die Rückkehr ins Büro durchaus chaotisch sein kann und gleichermaßen einen Lernprozess für das HR-Team, Führungskräfte und Mitarbeiter*innen bedeutet.

Die wichtigsten Punkte:

  • Mitarbeiter wünschen sich weiterhin die Flexibilität wie im Homeoffice, schätzen aber auch die Möglichkeit, persönlich mit ihren Kollegen in Kontakt zu treten.  
  • Die Rückkehr ins Büro ist eine Teamleistung, die Zusammenarbeit und Kommunikation erfordert. Sobald ein neuer Bürorhythmus etabliert ist, können Unternehmen in der hybriden Welt florieren.

Unser Tipp:

Steht die Rückkehr ins Büro an, kann es hilfreich sein, den Mitarbeiter*innen ein originelles "Willkommen zurück" oder "Zurück zum WIR-Gefühl" zu bereiten. Das funktioniert z. B. mit einem abwechslungsreichen Teamtag oder mit Zeit, die auf andere Art und Weise gemeinsam abseits des Arbeitsalltag verbracht wird.

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