25.01.2018 Alte Mauern einreißen, neue Grundsteine setzen

Branche: Industrie (Druckmaschinenhersteller) – Vertrieb
Ansprechpartner: Herr T. Breitherr, Abteilungsleiter Vertrieb
Teilnehmer: Vertriebsteam aus 18 Mitarbeitern/ Männern

Für mein Vertriebsteam haben sich in den letzten zwei Jahren die Anforderungen stark verändert. Kundenanfragen erfolgen sehr kurzfristig und Änderungswünsche kommen häufiger vor. Daher ist schnelles Reagieren auf die veränderten Kundenwünsche bei uns im Team eigentlich überlebenswichtig.

Da mein Team momentan eher noch zu traditionell und unflexibel arbeitet, schaffen wir es oftmals nicht, rechtzeitig auf die Kundenanforderungen einzugehen. Daher ist es für mich als Abteilungsleiter die oberste Priorität, dass der Vertrieb seine Vorgehensweise überdenkt und wir gemeinsam neue Wege gehen.

Wir haben bereits an internen Schulungen zum Thema “Agile Arbeitsweisen” teilgenommen und normalerweise ist die Theorie auch jedem Mitarbeiter bekannt. Ich merke jedoch, dass die agilen Arbeitsweisen nur sehr selten auch in der Praxis umgesetzt werden.

In einem übergeordneten Abteilungsleitermeeting kam dieses Thema dann auch zur Sprache. Dort erfuhr ich von einer anderen Abteilung, dass diese im Sommer das Thema Agilität mit der Firma faszinatour mithilfe eines Outdoorprogramms für die Mitarbeiter “erlebbar” gemacht haben.

Für mich schien das die richtige Lösung zu sein, denn ich wollte gerne für mein Team einen besonderen Workshop inklusive Übernachtung durchführen. Bei dem Telefonat mit der Projektleiterin klärten wir meine Wünsche und die Ziel- und Budgetvorgaben ab. Ich wollte gerne im Winter mit meinem Team in die Berge und möglichst in eine gemütliche Unterkunft. Das Thema Agilität sollte beim Workshop und dem Outdoorprogramm im Fokus stehen. Nach zwei Tagen erhielt ich dann ein Komplettangebot inklusive Übernachtungsvorschläge und zwei Ideen für ein mögliches Rahmenprogramm.

Gemeinsam mit meinem Team entschieden wir uns für die Wannenkopfhütte und für den “Agilen Iglubau”. Der Termin wurde für den Januar fixiert. Am Anreisetag hatten wir Glück, wir konnten den Riedbergpass ohne Ketten bis zum Parkplatz der Wannenkopfhütte hinauf fahren. Dort wartete dann auch schon der Gepäcktransport auf uns. Die kleine Wanderung zur Hütte dauerte nur 20 Minuten bergauf. Oben an der Wannenkopfhütte erwartete uns ein leckerer Glühwein. Die Hütte war für uns Männer genau das Richtige. Hier waren wir inmitten der Natur und konnten uns auf unser Thema fokussieren.

Der Workshop startete am nächsten Vormittag. Wir wurden von zwei faszinatour Trainern vor der Hütte begrüßt. Die beiden erklärten uns, dass die Schulung agiler Methoden und Prozesse dann am leichtesten fällt, wenn wir uns voller Begeisterung darauf einlassen. Für uns nichts leichter als das. Unser Iglubau sollte an diesem Tag zur Abbildung agiler Werte und Prinzipien dienen. Laut faszinatour wird hier spielerisch leicht alles Erlebte verinnerlicht. Der gewünschte Praxistransfer in den Arbeitsalltag gelingt durch die passende Reflexion am Nachmittag.

Nach dem Start wurden wir für eine bessere Interaktion in zwei Teams eingeteilt, die nun den Vormittag Zeit hatten, jeweils ein Iglu zu erbauen. Dabei waren von unseren beiden Teams natürlich auch Kreativität, handwerkliches Geschick und gute Planung gefragt. Durch verschiedene Interventionen durch den “Kunden” (die faszinatour Trainer) wurde der Iglubau noch einmal intensiver. Auf einmal wurde beispielsweise unsere Bauzeit verkürzt, das Team gewechselt oder das Material (Schneesägen) reduziert. Immer wieder mussten wir uns der neuen Situation stellen und unsere Strategie und unsere Arbeit dementsprechend anpassen. Nur mit gutem Teamwork, klarer Kommunikation, richtiger Planung und agilem Arbeiten konnten wir am Ende gemeinsam und erfolgreich die Iglus fertigstellen.

Nachdem wir unsere Iglus mit einer kleinen Taufe eingeweiht hatten, ging es in die Hütte, wo bereits das leckere Mittagessen wartete. Am Nachmittag stand dann indoor die Reflexion (lesson learned) auf dem Programm. Wir befassten uns mit unterschiedlichen Fragen, z. B.: Wie erlebte ich agiles Arbeiten? Was fehlt uns noch? Was haben wir bereits? Unsere Erkenntnisse wurden dann gemeinsam vom Trainer und uns auf die Relevanz für unseren Vertriebsalltag geprüft und zum Teil auch konkret übertragen.

Ich bemerkte schon während des Nachmittages, dass sich die erlebten Erkenntnisse bei meinem Team ganz anders im Kopf verankert hatten. Nach einer kurzen Abschlussrunde ging es dann auch weiter mit dem leckeren 3-Gang-Hüttenessen. Am nächsten Tag traten wir nach dem Hüttenfrühstück wieder die Heimreise an.

Jetzt ist es schon wieder einen Monat her seit wir im Allgäu waren, aber das Erlebte und die Erfahrung, die wir dort beim Iglubau gemacht haben, hilft mir und meinem Team jetzt besser mit kurzfristigen Anpassungen und Änderungen umzugehen.

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