07.06.2018 Mit kleinem Anstoß zur großen Zündung

Branche: Automobilbranche – Legal Services
Ansprechpartner: Herr D. Kammerer, Abteilungsleiter Legal Services
Teilnehmer: 200 Führungskräfte aus dem Bereich Legal Services, internationales Team

Was tun, um fast 200 internationalen Anwälten die Rahmenbedingungen einer sich rapide verändernden Geschäftswelt aufzuzeigen? Wie kann man die Themen der Zukunft für sie erlebbar machen und eine agile Haltung fördern?

Vorgabe an meine Ansprechpartnerin

Frau Inke Scholz von faszinatour: Organisation einer Strategietagung zur Implementierung eines neuen Leadership-Konzepts. Unser Konzept auf der Agenda sieht vor, konzernweit die Führungskräfte aufzurufen und aufzurütteln, um den Schritt in die Zukunft zu gehen: Flache Hierarchien, das flexible Annehmen unterschiedlicher Aufgabenstellungen im raschen Wechsel, raus aus dem Silo-Denken, Nutzen von Schwarmintelligenz, VUKA-Welt. In der Theorie bekannt - in der Umsetzung stehen wir leider noch in den Kinderschuhen. Für die einzelnen Geschäftsbereiche, wie hier unserer juristischen Abteilung, heißt das, in den Workshops konkret auf den Fachbereich zugeschnittene Ansätze zu erarbeiten und zu verfolgen, um die neuen, großen Unternehmensthemen einzuführen und umzusetzen. Zusätzlich möchten wir neben der Stärkung des Teamgedankens die Möglichkeit zum Socializing für unsere internationalen Führungskräfte in lockerer Atmosphäre erreichen und vor allen Dingen auch das gemeinsame Feiern des Erfolgs zum Abschluss nicht außen vor lassen.

Umsetzung durch faszinatour

Als Einstimmung auf das anstehende Strategiemeeting im Lufthansa Konferenzhotel in Seeheim bei Frankfurt wählten wir das Programm "Kettenreaktion XXL". Hierbei erhielten viele Kleingruppen den Auftrag, jeweils eine Station einer großen Reihe zu bauen, wobei ein zu Anfang gesetzter Impuls auf unterschiedliche Arten von Station zu Station weitergegeben wird. Die Anleitungen sind sehr knapp gehalten, wodurch enorm viel Freiraum für die Planung der Konstruktionen und die Abstimmung der Schnittstellen entsteht. Zur Verfügung stehen ein großes Material- und Werkzeugbuffet, eine Dekorationsecke, eine Sägestation und dreieinhalb Stunden Zeit. Dazu Räumlichkeiten für Besprechungen, gekühlte Getränke und – ganz besonders wichtig am heißesten Tag des Sommers mit 35 Grad – Sonnencreme und Pavillons, die Schatten spendeten. Der Innenhof des wunderbar gelegenen Hofguts Hohenstein lieferte den idealen Rahmen für das Großprojekt.

Schon allein die handwerklichen Anforderungen stellten für unsere teilnehmenden Damen und Herren, fast ausschließlich Juristen aus aller Welt, eine große Herausforderung dar. Die Kommunikation innerhalb der Gruppen und an den Schnittstellen zu den Nachbarstationen wurde durch kulturelle Unterschiede nicht unbedingt leichter. Damit nicht genug, gab es im Projektverlauf überraschende neue Vorgaben, zum Beispiel waren plötzlich drei weitere Stationen gewünscht, für deren Bau "Personal" aus den bestehenden Gruppen rekrutiert werden musste und wenig Zeit zur Verfügung stand. Eine weitere Intervention war eine spontane "Job Rotation", wobei jeweils drei Teammitglieder eine Station weiterrückten. So ging Know-how verloren, aber neues wurde gewonnen. Die Teilnehmer waren gezwungen, sich ganz flexibel, also "agil" zu verhalten, um das Gelingen des Gesamtprojektes zu sichern. Worte wie “Sabotage” oder “Spionage” fielen, andererseits erkannten viele das Potenzial der Kooperation mit anderen Gruppen – schließlich ließ sich der Erfolg nur durch alle gemeinsam erzielen. Die Teilnehmer hatten einen Riesenspaß am Konstruieren, Bauen und Dekorieren und bei den abschließenden Tests der Funktionalität gingen die Stimmungswogen hoch.

Die faszinatour Trainer begleiteten und beobachteten die Gruppenprozesse und schlugen in einer abschließenden Reflexionsrunde den Bogen zur sich rasch wandelnden Geschäftswelt mit ihren neuen Anforderungen an die Führungskräfte. Es zeigte sich klar und deutlich, welche Verhaltensweisen und Eigenschaften hilfreich sein werden, um das Zukunftskonzept des Konzerns erfolgreich umzusetzen.

Dann war es Zeit für den großen Moment: Die Kettenreaktion wurde ausgelöst, die Impulse liefen über unglaublich kreative Konstruktionen von Station 1 bis Station 17, wo ein Roboter unter großen Anfeuerungsrufen die letzten Schritte bis zur Ziellinie überwand und eine Flamme die Zündschnur zum finalen Feuerwerk speiste, welches lautstark und weithin sichtbar den gemeinsamen Erfolg verkündete. Bei einem Glas Sekt gratulierten wir uns gegenseitig und genossen das Gelingen des im Team bewältigten Projektes. Danach ging es zu einem leckeren Barbecue in die "Scheune" des Hofguts, eine Location mit außerordentlichem Ambiente zwischen Salon und Pferdestall.

Die Verantwortlichen des Strategiekonzeptes zeigten sich begeistert vom gewählten Programm, das die brennenden Themen des Konzerns und der Abteilung perfekt abbildete und einen idealen Auftakt für die anschließende Strategietagung schuf.

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