22.02.2018 Erst pflichtbewusstes Teammitglied, dann stolzer Verantwortungsträger

Branche: Automobilbranche – Personalbereich
Ansprechpartner: Frau A. Richter, Leitung Personalbereich
Teilnehmer: Team aus 12 Mitarbeitern der Personalabteilung

Nach dreieinhalb Jahren Mitarbeit in der Personalabteilung wurde ich Ende 2017 zur Nachfolgerin des Personalleiters, der in Ruhestand gegangen war, befördert. Seit zwei Monaten leite ich nun als alleinige Führungskraft die HR-Abteilung mit 11 Mitarbeitern.

Die fachlichen Herausforderungen stellten für mich kein Problem dar, allerdings gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Kollegen durch den Wechsel in meine Führungsposition derzeit etwas kontrovers. Durch meine veränderte, neue Position als Führungskraft zeigen sich nun Herausforderungen dahingehend, dass meine Erwartungen und die meiner Kollegen derzeit noch nicht harmonieren. Um die künftige Zusammenarbeit bestmöglich zu gestalten, möchte ich nun rasch das gegenseitige Verständnis von Führung in Einklang bringen.

Durch andere Kollegen sowie Abteilungen, die bereits mit der Firma faszinatour zusammengearbeitet haben, bin ich auf diese aufmerksam geworden und habe meine Anfrage für einen Workshop zu meinem Thema dorthin gesandt. Ich bekam direkt einen Anruf von Frau Scholz, der Abteilungsleiterin von faszinatour Training Event Solutions. Im gemeinsamen Gespräch erörterten wir die Ziele, die Herangehensweise sowie die Umsetzung eines Workshops zu meinem aufgeworfenen Thema. Frau Scholz arbeitete dann umgehend folgendes Workshop-Angebot zum Thema Führung aus: Am Vormittag eine Schneeschuhwanderung mit verschiedenen Aufgaben inklusive Blitzlichtreflexionen sowie am Nachmittag die Fortsetzung des Workshops indoor. Das Konzept gefiel mir und da faszinatour bei uns intern schon länger mit einer Lieferantennummer gelistet ist, vereinfachte dies glücklicherweise die kurzfristige Vergabe an faszinatour.

Bereits vier Wochen später wurde der Workshop in die Tat umgesetzt. Die komplette Abteilung war dabei. Unsere faszinatour Seminarleiterin und ein weiterer Trainer begrüßten uns pünktlich um 9.30 Uhr und statteten uns zunächst mit Schneeschuhen, Wanderstöcken und einigen Rucksäcken mit kleiner Marsch-Verpflegung aus. Außer einem Kollegen hat vorher noch nie jemand von uns auf Schneeschuhen gestanden, aber nach der Einweisung von den Trainern kamen wir mit den Schneeschuhen an unseren Füßen alle gut zurecht.

Während der nächsten zweieinhalb Stunden Schneeschuhwandern durch die Winterlandschaft bauten die Trainer folgende Übungen ein:

Orientierung: Während der gesamten Wanderung sollten die Wegstrecken anhand einer Beschreibung sowie einer Landkarte und zwei Kompassen (in die Funktionen führten die Trainer uns vorher ein) von uns gefunden werden. Im Wechsel übernahmen während des Vormittages alle Kollegen meist paarweise diese Verantwortung. Ich hielt mich zunächst zurück und leitete schließlich den letzten Streckenabschnitt an.

Als erste Übung auf unserem Weg erhielten wir eine Plane mit verschieden großen Löchern und sollten dann einen kleinen Ball vollständig um diese Löcher rollen lassen. Was zunächst so einfach erschien, erforderte jedoch eine umfangreiche Abstimmung innerhalb unseres Teams, was mit etwas Anlaufschwierigkeiten verbunden und erst nach ziemlich vielen Versuchen möglich war. Um die Aufgabe zum Erfolg zu bringen, hatten mich die Trainer letztlich dazu ermutigt, die Führung zu übernehmen. Die Blitzlichtreflexion zielte dann nochmals auf die Schwierigkeiten und die Lösung der Übung ab.

Ein von den Trainern mitgebrachter langer Stab sollte von uns allen gemeinsam auf dem mit Schnee bedeckten Boden komplett gleichzeitig waagrecht abgelegt werden. Auch diese scheinbar unkomplizierte Aufgabe stellte sich für unsere Gruppe doch schwieriger dar als gedacht. Erst im vierten Anlauf schafften wir es, uns auf einen „Ansager“ zu einigen. Ich übernahm die Rolle und leitete nun ohne Durcheinanderreden das gemeinsame Handeln bzw. das parallele Herunterlassen an, sodass wir den Stab ordentlich ablegen konnten. Diese Einigung auf einen Führenden war letztlich der ausschlaggebende Erfolgsfaktor, was im Rückblick auch von allen so benannt und erkannt wurde.

In Zweier-Teams führten wir den jeweils mit Augenbinde erblindeten Partner durch die Landschaft – mit verschiedenen Anleitungsmethoden, d. h. nur durch Kommunikation oder nur über Körperkontakt. In der anschließenden Reflexion wurden die Erfahrungen und Empfindungen in den verschiedenen Positionen sowie durch die verschiedenen Methoden zum Ausdruck gebracht. Ebenso stellte sich heraus, dass hier Vertrauen zum Partner gefordert und gefördert worden war.

Die Mittagspause fand in dem Hotel-Restaurant statt, in dem am Nachmittag auch unser Workshop indoor fortgesetzt wurde. Als Seminareinstieg wurden nun die aus den Aufgaben vom Vormittag entstandenen Erkenntnisse nochmals aufgegriffen und zur Fragestellung „Was sind unsere Themen und wo stehen wir jetzt?“ übergeleitet. Zuerst erarbeiteten wir Antworten zu dieser Frage in vier Kleingruppen, die dann abgeglichen und in einer Präsentation zusammengeführt wurden.

Unsere Seminarleiterin hatte zudem eine weitere Praxisaufgabe für unser gesamtes Team vorbereitet: Das „Performance Puzzle“. Wir sollten ca. 20 kleine, längliche Brettchen zu diversen ineinander verzahnten Vierecken zusammenfügen – und zwar exakt zu der Form, die auf einem Bild vorgegeben war. Diese Aufgabe stellte unser Team zunächst vor die Herausforderung, eine gemeinsame Strategie zu finden sowie detailliert zu planen, damit die Konstruktion dann möglichst rasch umgesetzt werden kann. Nach einigen Diskussionen sowie immer wieder neu verteilten Rollen einigten wir uns schließlich auf einen Ausführungsplan, den wir dann in die Tat umsetzten. Unser selbst gesetztes Zeitlimit wurde zwar geringfügig überschritten, jedoch durch die exakte Konstruktion und hohe Qualität wett gemacht. Ebenso fand eine etwas ausführlichere Nachbesprechung dazu statt.

Im weiteren Seminarverlauf wurden dann verschiedene Fragestellungen zu den einzelnen Persönlichkeiten sowie Rollen im Team mit Hilfe von Schlümpfen, die symbolisch gestellt wurden, bearbeitet. Dies war für uns alle sehr spannend und offenbarte die vorher weder von mir noch von den Kollegen wahrgenommenen Team- und Rollenempfindungen.

Als Abschluss unseres Workshop-Tages arbeiteten wir nun eine Team-Vereinbarung aus, die das gemeinsame Rollenverständnis sowie die gegenseitige Wertschätzung widerspiegelte und uns eine künftig vertrauensvollere Zusammenarbeit eröffnete.

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen und ich kann nun bestätigen, dass meine Wünsche mit dem „maßgeschneiderten“ Workshop vollständig erfüllt worden sind. Bereits an den darauffolgenden Arbeitstagen waren ein harmonischeres Arbeitsklima sowie ein vertrauensvollerer Umgang miteinander spürbar. Meine neue Rolle als Abteilungsleiterin ist sowohl mir als auch meinen Kollegen klarer und bewusster geworden, mit gegenseitigem Verständnis füreinander.

Falls irgendwann doch wieder „Sand ins Getriebe“ kommen sollte, werde ich auf jeden Fall erneut auf die Firma faszinatour zugehen, um die nun sehr gute Zusammenarbeit in unserer Abteilung mit einer entsprechenden Veranstaltung zu halten.

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