04.09.2018 Vom Fachkenner zum Potenzialerkenner

Branche: Forschungsinstitut – Personalbereich
Ansprechpartner: Frau K. Schneider, Leitung Personalbereich
Teilnehmer: 30 Mitarbeiter, die bereits sehr viel Erfahrung mit Teamtrainings haben (auch im Outdoorbereich)

Eine gut eingeführte Organisation bietet personelle Stabilität und klare Strukturen. Andererseits kann aber das Etablieren größerer Veränderungen ein schwerfälliger Prozess sein. Als zuletzt neue Führungskräfte unseren Kreis erweiterten und sich zeitgleich mehrere jüngere Mitarbeiter intern für neue Führungspositionen qualifizierten, war klar, dass bezüglich der neuen Verteilung von Führungsaufgaben ein paar Hürden zu nehmen sind. Glücklicherweise konnte ich auf einen bewährten Partner zurückgreifen, um dieses Thema in Angriff zu nehmen. Wir hatten schon früher mit faszinatour gearbeitet, um z. B. Teams zusammenzuführen und dabei wirklich gute Erfahrungen mit dem Ansatz gemacht, dass gemeinsames Erleben in der Natur auf die Interaktion im Arbeitsalltag übertragen wird. Bei der neuerlichen Kontaktaufnahme fühlte ich mich von Anfang an verstanden, als ich unsere aktuelle Problematik schilderte.

Für unsere 30 Teilnehmer erarbeitete faszinatour ein Zwei-Tages-Programm aus abwechselnden Outdoor- und Indoormodulen. Unweit unseres Unternehmenssitzes fand sich ein passendes Seminarhaus in geeigneter Umgebung, wohin wir uns für zwei Tage zurückziehen konnten. Los ging es an Tag 1 im Seminarraum mit verschiedenen Fragestellungen und Modellen zum Thema Führung im Allgemeinen. Schon hier wurde im gemeinsamen Austausch klar, wie unterschiedlich die Ansätze unserer Teilnehmer sind und dass es immens wichtig würde, im Lauf der beiden Tage darauf einzugehen, damit zuletzt jeder den für sich geeigneten Führungsstil und seine Rolle finden könnte. Wir begriffen, dass nur mit Methoden, die der jeweiligen Persönlichkeit entsprechen, eine authentische Führung möglich wird. Kollegialer Fallberatung und einem intensiven Austausch wurde Raum gegeben.

Nachmittags wagten wir uns in den Wald rund ums Hotel und bewältigten mithilfe von GPS-Geräten eine spannende Orientierungsrunde. An jedem erreichten Punkt erwartete uns eine neue Herausforderung. Die Teamaufgaben erlaubten das Austesten unterschiedlicher Herangehensweisen – wir erlebten live, dass die verschiedensten Führungsstile zum Erfolg führen können! Obwohl manche Teilnehmer bezüglich Teamaufgaben „alte Hasen“ waren, gab es immer wieder überraschend einfallsreiche neue Varianten, so dass jeder gerne bei der Sache blieb. Sozusagen als Nebeneffekt hatten wir eine Menge Spaß und lernten uns in einem ganz anderen Kontext besser kennen. Der Abend klang bei einem gemütlichen Abendessen aus. Müde von der frischen Luft und den ungewohnten Szenarien war früh Schluss – optimal, um Kraft für den folgenden Tag zu tanken.

Auch den folgenden Vormittag verbrachten wir im Seminarraum, allerdings nicht mit „Frontalunterricht“, wie manche befürchtet hatten, sondern mit einem interaktiven und sehr kurzweiligen Format: In kleinen Grüppchen bearbeiteten wir verschiedene Aspekte der Führung. Die Ergebnisse wurden kurz und knapp und gerne auch humorvoll von den jeweiligen Kleingruppen im Plenum präsentiert. So war es im Handumdrehen Zeit für das Mittagessen und danach für unser großes Abschlussprojekt: Brückenbau. Dazu teilten wir uns in zwei Teams auf und wählten jeweils unsere erste Führungskraft aus. Grüppchenweise wurden wir mit unterschiedlichem Wissen gebrieft und erhielten das notwendige Material zu unserem jeweiligen „Wissensgebiet“. In dem komplexen Projekt wurde die Rolle der passenden Führung mehr als sichtbar: Fordernd oder unterstützend gegenüber den Mitarbeitern, Empowerment vs. Befehlserteilung. Die Rollen wurden während des ca. zweistündigen Projektes mehrfach getauscht. Ein intensiver Austausch über gute und auch nicht so gute Züge der einzelnen Führenden brachten stets Erkenntnisse für den Einzelnen, ließen sich aber auch gut übertragen auf jeden von uns. Erwähnenswert natürlich noch: Am Ende stand eine ca. vier Meter hohe Holzbrücke über einen Bach und tatsächlich überquerten wir am Ende waghalsig (natürlich nach einem Sicherheitscheck vom faszinatour Trainer) trockenen Fußes den Bach.

In den folgenden Wochen zeigten sich im Arbeitsumfeld verschiedene Nachwirkungen: Ein verbesserter Austausch zwischen unseren leitenden Mitarbeitern, eine größere Sicherheit der Führungskräfte, die sich auf ihren neuen Positionen etablierten und allgemein mehr Ruhe im Führungsverhalten und dadurch auch in den einzelnen Teams. Ich hatte den Eindruck, dass der Workshop unsere Führungskräfte durchaus befähigt hatte, eine jeweils passende Strategie zu entwickeln, anhand derer sie ihre Teams durch die kommenden Herausforderungen führen können. Um auf diesen Effekten aufzubauen, planen wir spätestens im kommenden Jahr ein aufbauendes Seminar anzuschließen.

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