07.09.2018 Durch Missverständnisse blockiert, durch eindeutige Kommunikation vernetzt

Branche: IT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnik) – Einkauf
Ansprechpartner: Frau C. Kowatsch, Sekretärin des Abteilungsleiters Einkauf
Teilnehmer: 13 Personen aus zwei Abteilungen (Einkauf Süd + Nord)

Mein Chef (Abteilungsleiter Einkauf) beauftragte mich vor vier Wochen damit, „Irgendetwas“ für die Abteilungen Einkauf Süd und Einkauf Nord zu organisieren, damit die Kommunikation zwischen den beiden Standorten besser funktioniert und die Vernetzung gefördert wird – und das alles natürlich besser gestern als morgen. Ausschlaggebend dafür waren die wiederholt erfolgten Missverständnisse zwischen den beiden Standorten, die wohl darin begründet sind, dass hauptsächlich per Mail und Skype kommuniziert wird, kein persönlicher Kontakt stattfindet und jedes Team für sich arbeitet, ohne über den „Tellerrand“ zu schauen.

Etwas ratlos recherchierte ich im Internet und stieß dabei auf die Allgäuer Firma faszinatour. Kurzentschlossen rief ich dort an und schilderte mein ziemlich diffuses Anliegen. Im Gespräch mit Frau Schmid erhielt ich Ideen und Vorschläge zu meiner Anfrage und bereits am nächsten Tag ein konkret ausgearbeitetes Angebot über eineinhalb Teamtage mit Seilbrückenbauprojekt und Übernachtung in einer Hütte im Allgäu. Das Angebot entsprach den Vorstellungen meines Chefs und ich durfte den Auftrag direkt an die Firma faszinatour vergeben. Da ich das angebotene Programm super fand, wäre ich am liebsten selbst mitgekommen, aber das ging natürlich nicht – die Teamtage waren nur für die Mitarbeiter der beiden Einkaufsstandorte vorgesehen.

Aus den Schilderungen und schriftlichen Rückmeldungen der Mitarbeiter im Anschluss an die Veranstaltung sowie dem umfangreichen Fotoprotokoll, das mir einige Tage später von faszinatour zugesandt wurde, konnte ich mir jedoch ein sehr gutes Bild von den Team-Tagen machen.

Die Mitarbeiter aus beiden Standorten reisten um die Mittagszeit zu der bewirtschafteten Hütte im Allgäu an, wo sie von zwei faszinatour Trainern begrüßt und eingewiesen wurden. In der Hütte stand ein Raum für die Tagung zur Verfügung und um 13.30 Uhr begann für die 13 Mitarbeiter das Programm. Zuerst wurden die Erwartungen sowie die persönlichen Beiträge für die kommenden eineinhalb Tage festgehalten. Weiterhin wurde von den Trainern theoretischer Input zum Thema Kommunikation anhand gängiger Modelle wie z. B. dem Sender-Empfänger-Modell gegeben.

Danach bekamen die Mitarbeiter die Aufgabe, alle so schnell wie möglich durch eine Schlinge zu steigen und hatten dazu mehrere Versuche, in denen sie sich jeweils zeitlich verbesserten. Die nächste Übung bestand darin, in drei zufällig eingeteilten Teams Legosteine genau in die Form zu legen, die von einem Gruppenmitglied nur mündlich beschrieben wurde und nicht gesehen werden konnte. Die beiden Aufgaben wurden jeweils nachbesprochen bzw. reflektiert.

Nach der Kaffeepause führten die faszinatour Trainer unsere Mitarbeiter in das Projekt „Seilbrückenbau“ ein: Es sollte am nächsten Tag eine tragfähige, sichere Seilbrücke über eine kleine Schlucht gebaut werden, um den beiden Teams auf jeder Seite das Überqueren und somit den Austausch der Teammitglieder zu ermöglichen. Im Tagungsraum erhielten alle Informationen und Skizzen dazu, wie eine Seilbrücke aufgebaut wird. Ebenso wurde ihnen von den Trainern Knoten- und Materialkunde vermittelt. Den Umgang mit den Seilen und das Knotenmachen konnten alle dann auch noch praktisch üben.

Nach einem leckeren BBQ um 19.00 Uhr hatten die Mitarbeiter nun reichlich Gelegenheit, den Sommerabend am Lagerfeuer genießen zu können und mit vielen Gesprächen sowie persönlichem Austausch ausklingen zu lassen.

Am nächsten Morgen startete dann die praktische Umsetzung des Projektauftrages „Seilbrückenbau“. Zunächst wurden zufällige Einteilungen für zwei Gruppen getroffen, die auf unterschiedlichen Seiten der Schlucht arbeiten sollten. Dazu waren intensive Absprachen und gute Organisation im Vorfeld wichtig, damit beide Gruppen über das richtige Material und das jeweils benötigte Wissen verfügen konnten. Die zwei Trainer begleiteten die beiden Teams zu den unterschiedlichen Bauplätzen, bzw. zu den Bäumen, links und rechts der kleinen Schlucht. Dort packten die Teams zuerst das von ihnen vorher aufgeteilte und in Rucksäcken mitgebrachte Material aus und begannen auf ihrer jeweiligen Seite mit dem Bau der Seilbrücke. Wie sie am Vortag gezeigt bekommen und geübt hatten, wurden die Seile zuerst mittels einer speziellen Wickelung an den Bäumen festgemacht. Den Erzählungen der Teilnehmer nach mussten zwei Seile übereinander gezogen werden, da doppelte Sicherheit gefordert war – d. h. die Personenlast musste von zwei voneinander unabhängigen Seilen getragen werden. Das war auch auf dem Fotoprotokoll, welches ich später von faszinatour erhalten habe, zu erkennen. Nun wurde das stramme Spannen der Seile erforderlich. Hierfür war auch wieder ein spezieller Knoten notwendig, der am Vortrag geübt und zudem auf einem Bauplan festgehalten worden war. Bevor nun die Teams mit dem Austausch der Personen auf der Seilbrücke begannen, wurde von den Trainern der „TÜV“ abgenommen – sprich, die korrekte und sichere Ausführung nochmals kontrolliert. Unsere Mitarbeiter hatten dann die Aufgabe (und den Spaß), sich ausgestattet mit Gurt und Helm in die Seilbrücke zu hängen und über der kleinen Schlucht auf die gegenüberliegende Seite ins jeweils andere Team zu wechseln. Als auch diese Herausforderung gemeistert worden war, stand der Rückbau und die Reorganisation der Seilbrücke an, was rasch erledigt werden konnte.

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