15.06.2018 Vom Single-Worker in der Arbeitsinsel zum kommunikativen Teammitglied im Open Space

Branche: IT-Branche – Softwareentwicklung
Ansprechpartner: Frau S. Halms, Teamleiterin Softwareentwicklung
Teilnehmer: Team aus ca. 30 IT-Softwareentwicklern

Es lief ganz gut, aber... irgendeine Komponente schien zu fehlen. Ich brauchte eine Weile, bis mir auffiel, dass mein männerlastiges Team von IT-Entwicklern eine starke Tendenz zum Einzelkämpfertum zeigte – leider typisch für unsere Branche. Für das konzentrierte Arbeiten an unseren komplexen Aufgaben sehr gut. Für den Austausch, für das große Ganze und ganz allgemein für die Stimmung leider keine gute Herangehensweise. Etwas mehr als ein "Guten Morgen" sollte doch drin sein? Ich bin der Meinung, dass mit ein wenig Spaß und einer persönlichen Komponente jeder besser durch den Tag kommt und die Arbeit lockerer von der Hand geht.

Problem erkannt, aber was tun? Den Mitarbeitern erklären, dass sie sich mehr austauschen sollen? Voraussichtlich würde man mich nicht verstehen, wieder mal zu viel weibliche Komponente. Ich suchte also nach einer Lösung, um meinen Wunsch auf anderem Weg an meine ca. 30 Mitarbeiter heranzutragen. Bei meiner Recherche zum Thema Teambuilding stieß ich auf faszinatour und blieb förmlich auf der Webseite kleben: Das war es, was helfen könnte! Schon die erste Kontaktaufnahme machte mir Mut. Ich bekam unmittelbar mehrere Programme beispielhaft skizziert und war erleichtert, dass mein Anliegen so gut verstanden wurde. Mir war wichtig, dass wir gemeinsam Zeit für einen Austausch außerhalb des Büros hätten, dass alle teilnehmen könnten, dass die Aktion interessant genug wäre und auch alle Lust haben mitzukommen und dass wir vor allem ein positives Team-Gefühl mit in den Arbeitsalltag nehmen würden.

Zu meinen Anforderungen passend wählte ich nach Rücksprache mit faszinatour die Floßbauaktion an einem See am Stadtrand von Berlin, also leicht für uns zu erreichen. Ehrlich gesagt wusste ich nicht so ganz genau, auf was ich mich da einließ, aber ich hatte das gute Gefühl, hier Experten vertrauen zu können. Sehr gut gefiel mir, dass wir unser urbanes Umfeld verlassen und damit alle "Neuland" betreten würden. Mein Team war vom Plan für unseren "Betriebsausflug" genauso angetan wie ich und weil wir von faszinatour eine Agenda mitsamt Ausrüstungsliste erhielten, war der Organisationsaufwand für uns minimal.

Alle waren mächtig aufgeregt, als es am Veranstaltungstag am frühen Nachmittag in Fahrgemeinschaften losging. Am See wurden wir bei bestem Sommerwetter sehr nett von unseren drei Trainern begrüßt, die uns mit einem originellen Spiel direkt in drei Zufallsteams einteilten. Vorerst sahen wir nur einen Stapel Hölzer, Schnüre, aufblasbare Pontons, Luftpumpen und weiteres Material – jeder hatte Fragezeichen in den Augen. Die Trainer erklärten uns die Aufgabe: Aus dem gesamten Materialbestand sollte binnen eineinhalb Stunden ein fahrtüchtiges (!) Floß pro Team gebaut werden. Damit sollten die Teams dann auf dem See bestimmte Punkte ansteuern, um dort weitere Hinweise zu finden. Anschließend sollte an einem gemeinsamen Treffpunkt auf dem Wasser das große Finale stattfinden.

Als unsere Trainer das Zeichen zum Anfangen gaben, herrschte umgehend Chaos: Jeder verfolgte seinen eigenen Plan, bunkerte so viel Material wie möglich und eine Zusammenarbeit fand maximal im kleinen Team statt. Schon jetzt sah ich die Parallelen zu unserer täglichen Arbeitssituation. Allerdings fehlte auch mir der Gesamtüberblick, ich hatte mich von meinem Team einfach mitreißen lassen. Eine Gruppe hatte ihr "Luxusfloß" praktisch fertiggestellt, an den beiden anderen fehlte daher Material, das unsinnig verbaut worden war. Tatsächlich war es daher nötig, dass die Trainer unseren Aktionismus nach einer Weile unterbrachen. Nach einer kurzen Ansage wurde uns bewusst, wie ungeschickt wir die Sache angepackt hatten. Schon eine kurze Abstimmung zwischen den drei Teams machte einen Riesenunterschied: Wir einigten uns auf eine Bauweise für alle Flöße, das Material wurde gleichmäßig verteilt und wir arbeiteten sogar teamübergreifend und siehe da, in kürzester Zeit konnten wir unsere Flöße glücklich zu Wasser lassen. Jeder Unmut war sofort vergessen, als wir feststellten, wie gut uns die Flöße trugen und auch zu lenken waren – natürlich war auch hier das gute Teamwork Programm! So schnell wie möglich fuhren wir die vorgegebenen Koordinaten an verschiedenen Uferstellen an und konnten dort weitere Seile "bergen" mit denen wir aus den drei Flößen ein gemeinsames großes Floß machten, welches mühelos unser ganzes Team trug. Unter viel Jubel und Gelächter paddelten wir gemeinsam zurück, nicht ohne dass der eine oder andere unterwegs "versehentlich" über Bord ging, was natürlich für noch mehr Spaß sorgte.

Diese Stimmung nahmen wir mit in den Abend hinein. Beim gemeinsamen Barbecue sah ich meine Mitarbeiter so ausgelassen und gelöst wie noch nie. Jeder genoss das leckere Essen und die Gesellschaft der Kollegen und man entdeckte einige Gemeinsamkeiten. Über die Erlebnisse des Tages wurde noch viel geredet und vor allem auch zusammen gelacht.

Zurück im Büro bemerkte ich sofort, dass die Stimmung sich gewandelt hatte. Der Umgangston war lockerer und fröhlicher, überhaupt fand einfach mehr Austausch statt. Allein, dass die Kollegen Zeit bekommen hatten, sich auf privater Ebene zu begegnen, machte schon einen Unterschied. Noch dazu unsere gemeinsame Erfahrung, wie Teamarbeit wirklich aussehen kann, gab der Gemeinschaft einen weiteren, positiven Anstoß. Tatsächlich hält das Wir-Gefühl bis heute an.

Meinem Wunsch, dass unser Team enger zusammenwächst, wurde daher voll entsprochen. Und das alles ohne mühselige Sitzungen und Diskussionen, sondern mit Spaß, Action und eigenem Erleben unter kompetenter, sehr netter Führung durch unsere Trainer. Mein Dank an das faszinatour Team – wir sehen uns auf alle Fälle wieder!

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